Konzert in der Basilika
11. Februar 2006
Am 11. Februar gedachte der Chor dem Papst mit Musik von Mendelssohn, Reger und Brahms.
Stadt Desio, Hommage in Noten für Pius XI.
Am Samstag, dem 11. Februar, jährte sich zum 77. Mal der Abschluss der Lateranverträge (11. Februar 1929), deren eigentliche Urheber Papst Ratti war. Anlässlich dieses Jubiläums endete der Studientag „Pius XI. und seine Zeit” am Abend in der Basilika mit dem Konzert „Kirchenmusik”, das zu diesem Anlass von Maestro Enrico Balestreri vorgeschlagen wurde und bei dem der Chor „Coro Città di Desio” und der Organist Maestro Giorgio Parolini die Hauptrolle spielten.
Auf dem Programm standen Kantaten aus der Zeit zwischen Klassik und Romantik von F. Mendelssohn, M. Reger und J. Brahms.
In seiner Einführung ging Maestro Balestreri auf die drei Komponisten ein, die mit ihrem Repertoire, das die Worte des Psalms vertont, Schule gemacht haben. „Strenge Musik, Musik von großem Atem”, kommentierte Maestro Adolfo D’Aniello, sichtlich fasziniert von den Interpretationen. Fantastisch war der Organist Giorgio Parolini, der sich der schwierigen Herausforderung der Partituren stellte (Balestreri betonte, dass in einigen gespielten Seiten der schwarze Bereich der Noten auf dem Notensystem den weißen Bereich übersteigt) und es schaffte, die Sicherheit seiner außergewöhnlichen Technik zum Ausdruck zu bringen.
Insbesondere in der Fantasie und Fuge über den Choral „Halleluja! Gott zu loben“ Op. 52 von M. Reger wagte sich der Organist an die Interpretation der Musik des deutschen Meisters mit einem erstaunlichen Klangspiel aus Farben und Klängen. Man hatte den Eindruck, dass die Musik aus dem Kosmos, aus dem Himmel kam und die Zuhörer überflutete. Genau so war es.
Der Dirigent Enrico Balestreri seinerseits hat mit dem von ihm geleiteten Chor, der den Namen unserer Stadt trägt, mittlerweile ein herausragendes Niveau erreicht: Er hat es geschafft, trotz der Sprachbarriere (die Kantaten sind alle auf Deutsch) das Publikum zu begeistern, denn ein einziger Moment der Ekstase genügte, um den Faden zu verlieren.
Am Ende des Konzerts besiegelte lang anhaltender Applaus den Erfolg, der den des „Halleluja von Händel” vor einigen Wochen wiederholte. Die Aufführung am vergangenen Samstag ging dem Debüt des Chores Città di Desio im Dom von Monza voraus, ebenfalls unter der Leitung von Maestro Enrico Balestreri, das für den 31. März vorgesehen ist. Auf dem Programm steht ein anspruchsvolles Meisterwerk: das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart.
U.S. (aus „Il Cittadino”)